Kyritz – Die Nacht zum Sonntag, den 15.11.2020 verbrachten drei Personen aus Sachsen-Anhalt, eine 60-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 51 und 54 Jahren, gemeinsam in einer Bootshalle eines Anglervereins am Kyritzer Untersee in der Seestraße. Um 03:30 Uhr fand die Frau die beiden Männer regungslos am Boden liegend vor und informierte die Polizei. Vermutlich kam es durch ein Heizgerät zu einer Kohlenmonoxidvergiftung. Das geruchlose, tödliche Gas Kohlenmonoxid bindet sich im Körper an den Blutfarbstoff Hämoglobin und blockiert dadurch die Sauerstoffaufnahme. So kommt es zu einem massiven Sauerstoffmangel im Blut, in Organen, im Gehirn und im Gewebe, das letztendlich zum Tod führt. Einer der Männer (54) starb, der andere (51) wurde lebensbedrohlich verletzt und musste auf die Intensivstation des Krankenhauses gebracht werden. Laut Polizeisprechrein Ariane Feierbach ließ sich das Gas bereits an den Messgeräten der eintreffenden Einsatzkräfte ablesen. „Die Vergiftung wurde offenbar ausgelöst durch eine defekte Gasheizung“, konkretisiert es die Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, Ariane Feierbach. Kohlenstoffmonoxid entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material jeglicher Art bei unzureichender Sauerstoffzufuhr.

Dankbar für schnellen Einsatz der Rettungskräfte

„Es war schon ziemlich spät, dann bin ich rübergegangen“, erzählt die 60-Jährige am folgenden Vormittag der MAZ – gefasst und doch noch voll und ganz unter dem Eindruck des Geschehens stehend.

„Ich habe sofort die 110 gewählt und bin zum Glück durchgekommen. Der Handyempfang ist hier in der Umgebung sehr schlecht. Aber die Rettungskräfte waren auch ganz schnell hier. Das dauerte keine Viertelstunde, vielleicht zehn Minuten. Die Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei. Die kamen alle auf einen Schlag“, sagt sie – und zwar voller Dank. Denn für ihren Mann (51) waren es die lebenswichtigen Sekunden.

Nun bangt sie um ihren Mann. Für seinen Freund kam indes jede Hilfe zu spät.

Vermutlich kam es durch ein Heizgerät zu einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die Kriminalpolizei klärt nun die genaueren Umstände.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Achtung: Inhalt ist geschützt !!