Mit dem Beginn der Sommerferien im Land Brandenburg machte es sich die Landespolizei zur Aufgabe, den Ferienreiseverkehr zu kontrollieren, um die Sicherheit der Reisenden zu erhöhen. Die Polizeiinspektionen Ostpritgnitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel sowie die Verkehrspolizei der Polizeidirektion führten unter Einsatz von 33 Beamten am 24.06. im Rahmen eines internationalen Aktionstages „Safe Holiday“ über 300 Kontrollen in den Landkreisen durch. In verschiedenen Städten und auf den Bundesautobahnen fanden Geschwindigkeits-, mobile als auch stationäre Kontrollen des Fernreiseverkehrs statt.

Auf dem Rastplatz Rossower Heide in Fahrtrichtung Hamburg kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr insgesamt 25 in Deutschland zugelassene Fahrzeuge. Hierunter befanden sich 21 mit Wohneinrichtung versehene Fahrzeuge, bei denen fünf mit Geschwindigkeitsüberschreitungen angehalten wurden. Bei vier Wohnmobilen war das zulässige Gesamtgewicht leicht überschritten. Bei einem Fahrzeug stellten die Beamten eine Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes um zwölf Prozent fest. Bei einem Pkw mit Wohnanhänger war die zulässige Stützlast des Wohnanhängers um 19 Prozent und die zulässige Anhängelast des Pkw um 8,3 Prozent überschritten. Auch fielen Fahrzeuge mit Fahrradträgern auf, an denen nicht die Wiederholungskennzeichen der Fahrzeuge angebracht worden waren. Ein Fahrer musste ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro zahlen, weil der neunjährige Beifahrer keine Sitzerhöhung hatte. Ein Pkw mit Anhänger durfte erst nach Umladung die Fahrt fortsetzen, weil die zulässige Stützlast der Deichsel um mehr als 60 Prozent überschritten worden war. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.  

Elf Beamte der Inspektion Ostprignitz-Ruppin kontrollierten insgesamt 120 Fahrzeuge – darunter 18 Wohnmobile und vier Wohn- und Campinganhänger – und stellten dabei 23 Verkehrsverstöße fest. Davon wurde 17 Mal die Geschwindigkeit überschritten. Zwei Fahrern untersagten die Beamten die Weiterfahrt, weil diese unter Einwirkung von Drogen ihre Fahrzeuge geführt hatten.

Im Landkreis Prignitz kontrollierten 14 Beamte 106 Fahrzeuge – darunter 12 Wohnmobile – und stellten 23 Verstöße gegen die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit fest.

In Oberhavel wurden 53 Fahrzeuge angehalten, worunter sich 22 Wohnmobile und neun Wohn- und Campinganhänger befanden. Nicht ausreichend gesicherte Ladung und technische Mängel an den Fahrzeugen mussten bei acht Fahrzeugen bemängelt werden. 

Auch im Verlauf der folgenden Ferienwochen ist geplant, wiederholt Kontrollen des Fernreiseverkehrs durchzuführen. Vorrangig werden Wohnmobile und Wohnmobilanhänger im Fokus stehen. Wichtig ist natürlich auch hier die richtige Sicherung des Gepäcks, der Fahrräder oder der Tiere, die als Begleiter in den Urlaub reisen. Auch sollten die Fahrzeuge vor Fahrtantritt auf technische Mängel und genügend Reifendruck bei beladenem Zustand geprüft werden. Um ausreichende Sicht zu gewährleisten, sollten die Fahrzeuge nicht bis unters Dach beladen werden. Zusätzliche Anbringung von Spiegeln können beim Führen von Wohnanhängern die Sicht verbessern.

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