Die Zahl der gemeldeten COVID-19-Fälle ist am Wochenende im Landkreis Ostprignitz-Ruppin weiter auf einem hohen Niveau geblieben. Seit der letzten Meldung des Geundheitsamtes vom vergangenen Freitagmittag (04. Dezember 2020) wurden bis Sonntagmittag (12:30 Uhr) insgesamt 29 Neuinfektionen festgestellt. 

Dabei hat sich das Infektionsgeschehen im Amt Lindow auf insgesamt 6 Fälle ausgeweitet. Aus einem anderen Lindower Cluster sind unter anderem mehrere Mitglieder einer Familie sowie zwei schulpflichtige Kinder der Drei-Seen-Grundschule in Lindow betroffen, an der es bereits im Laufe der Woche einen Fall gegeben hatte. Der Schulbetrieb kann weiterhin aufrecht erhalten werden. Von Quarantänemaßnahmen an der Drei-Seen-Grundschule sind drei Schulklassen betroffen.

Auch in anderen Fällen gibt es direkte oder indirekte Verbindungen zu Schulen im Landkreis. Mehrere Fällen haben dabei einen Bezug zur Astrid-Lindgren-Grundschule in Wusterhausen, wo ab Montag Distanzunterricht für die Familien mit entsprechender Ausstattung angeboten wird. Für alle anderen Familien wird eine Notbetreuung mit den verbliebenen Lehrkräften eingerichtet.
Weitere COVID-19-Fälle betreffen einen bereits bekannten Cluster bei einem Unternehmen im Amt Temnitz. Hier sind weitere zwei Personen, die unmittelbar oder über Familienangehörige mit der Firma zu tun haben, positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. 

In zwei Fällen sind Kontakte zu den Ruppiner Kliniken festgestellt worden, wobei in einem Fall der Wohnsitz der betreffenden Person in einem anderen Landkreis liegt. Beide Fälle haben keine weiteren Auswirkungen. Ein weiterer Fall betrifft das KMG Klinikum Kyritz. Hier gibt es Personal, das von Quarantänemaßnahmen betroffen ist.

Mit den bekannten Neuinfektionen vom Wochenende ist die Zahl der aktiven Coronafälle im Landkreis auf 191 gestiegen. Insgesamt wurden seit Beginn der Pademie 636 Coronafälle in Ostprignitz-Ruppin gemeldet. Die Zahl der Genesenen liegt bei 444. In Kliniken werden derzeit 12 Menschen stationär versorgt, davon muss eine Person intensiv betreut und beatmet werden.

Die Dezernentin für Gesundheit und Soziales, Waltraud Kuhne, zur aktuellen Lage im Landkreis: 

“Ohne die derzeitigen Maßnahmen würden die Zahlen weitaus höher liegen. Dennoch zeigen die Entwicklung und das hohe Niveau bei den Neuinfektionen der letzten Tage, dass wir uns alle weiter anstrengen müssen, um nicht wieder zu einem schnellen Anstieg der Zahlen zu kommen. Ziel muss es sein, dass die Infektionszahlen wieder nach unten gehen. Deshalb ist jeder Einzelne weiter aufgerufen, unnötige Kontakte zu vermeiden, Abstand zu halten und die Mund-Nasen-Maske zu tragen. Die Aussicht auf einen Impfstoff und das derzeitige Infektionsgeschehen dürfen nicht dazu führen, dass wir jetzt in unseren Bemühungen nachlassen.”

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