Dramatische Szenen gestern gegen Abend in Neuholland. Zu einem Großbrand rückten mehrere Feuerwehren aus der gesamten Umgebung gegen 17:21 Uhr aus Oberhavel in das kleine Dorf Neuholland aus.

Das Ausmaß des Brandes kann man Gut von oben erkennen. Quelle: Blaulichtreport OPR

Neuholland. Dramatische Szenen gestern gegen Abend in Neuholland. Zu einem Großbrand rückten mehrere Feuerwehren aus der gesamten Umgebung gegen 17:21 Uhr aus Oberhavel in das kleine Dorf Neuholland aus. Gemeldet wurde der Leitstelle Nord-Ost in Eberswalde ein Brand in einem Stromkasten. Als die ersten Einsatzkräfte bereits auf dem Weg zum Einsatzort waren, haben Sie schon eine starke Rauchentwicklung und Flammen auf der B 167 in Richtung Neuholland feststellen können, so der Einsatzleiter Matthias Bonk von der Feuerwehr Löwenberg.

Zahlreiche Rettungskräfte versuchten noch das Haus zu retten, was jedoch nicht gelang. Quelle: Blaulichtreport OPR

Als die ersten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, wussten sie, dass der Einsatz nicht so schnell ein Ende finden würde. Als der Einsatzleiter zur Lageerkundung vorging, stellte er fest, dass das Hauptgebäude des Vierseitenhofs komplett in Flammen steht. Der Einsatzleiter Matthias Bonk meldete der Leitstelle die Lage und forderte weitere Feuerwehren aus der gesamten Umgebung nach. Die ersten Einsatzkräfte haben sofort eine Wasserversorgung aus einem angrenzenden Graben aufgebaut, um mit mehreren Pumpen das Wasser an der Einsatzstelle zu befördern. Es war zudem eine lange Wegstrecke nötig.

Die Einsatzstelle befand sich genau neben der genannten B167. Quelle: Blaulichtreport OPR

Kurz darauf haben die Kräfte mit der ersten Brandbekämpfung begonnen. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch fest, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist. Die Familie verliert bei diesem Großbrand ihr ganzes Hab und Gut. Es ist ihnen nichts übrig geblieben und so suchen sie schnellstmöglich zumindest die Dinge des täglichen Bedarfs, da die Betroffenen jetzt bestimmt andere Dinge zu erledigen haben als einzukaufen. Der Einsatzleiter schilderte uns gegenüber, dass sie auch eine große Schwierigkeit am Brandobjekt hatten. Eine Giebelwand drohte bereits einzustürzen, daher können wir nur noch von Weitem den Löschangriff vornehmen. Eine Drehleiter kam auch zum Einsatz, um von oben den Brand bekämpfen zu können. Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte die Feuerwehr verhindern.

Mehrere Trupps unter Atemschutz gelang es ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Quelle Blaulichtreport OPR

Es besteht auch für die Einsatzkräfte eine erhöhte Gefahr. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr brachten wir unsere Drohne zum Einsatz. Der Einsatzleiter bat uns, diese steigen zu lassen. Die Feuerwehr wollte sehen, wo sich noch Brandnester befinden, um diese gezielt bekämpfen zu können und einen Überblick zur Einsatzstelle zu haben. Es waren mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz im Einsatz. Man sah den Kräften an, dass sie nach ihrem Einsatz erschöpft waren. Es ist ein kräftezehrender Einsatz, berichtete uns der Einsatzleiter vor Ort. Die B167 Richtung Liebenwalde und Löwenberger Land musste während der Einsatzmaßnahmen für rund 4,5 Stunden voll gesperrt werden. Wie es zum Brand kommen konnte, war vor Ort noch unklar, die Kriminalpolizei nahm noch vor Ort während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf, verletzt wurde zudem niemand. Der Sachschaden des historischen Hofes liegt laut Polizei bei einer halben Million Euro.

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