Am Wochenende sind dem Gesundheitsamt des Landkreises weitere 96 neue Ansteckungsfälle mit SARS-CoV-2 gemeldet worden. Leider sind erneut auch 7 neue Todesfälle zu beklagen. Hierbei handelt es sich um eine Frau und einen Mann aus Wittstock und Fehrbellin im Alter von über 80 Jahren. Außerdem sind vier Frauen mit Wohnsitz Neuruppin im Alter zwischen Mitte 60 und 80 Jahren verstorben, ebenso ein Mann aus dem Raum Rheinsberg mit Mitte 70. 

Von Neuinfektionen sind  im Bereich der Einrichtungen Bewohner wie Mitarbeitende des Seniorenwohnparks Neuruppin und einer Wittstocker Senioreneinrichtung betroffen, außerdem Mitarbeitende in den Kliniken in Wittstock und Neuruppin. Die Kontaktermittlungen laufen noch.

Stand heute, 17.01.2021, gibt es 2.395 laborbestätige COVID-19-Fälle.  Davon gelten 1.353 als genesen, 51 Personen sind leider verstorben. Somit gibt es noch 991 aktive Fälle im Landkreis. 

Zurzeit werden 96 Patienten in den drei Kliniken im Landkreis behandelt, davon sind 68 auf Normalstationen, 28 werden intensiv behandelt und 9 beatmet.

Wichtiger Hinweis zum Inzidenzwert

Aufgrund technischer Schwierigkeiten bei der Datenübermittlung wird auf dem Dashboard des Landkreises derzeit nicht der 7-Tage-Inzidenzwert des LAVG veröffentlicht, sondern der vom Gesundheitswert ermittelte Wert. Dieser liegt Stand heute bei 423,8. 

Der Inzidenzwert beschreibt die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Wie mit der “7-Tage-Inzidenz” umzugehen ist und welche Konsequenzen dieser Wert für die Bevölkerung hat, wird in der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg erläutert.

Testungen und Allgemeinverfügung

Um Neuinfektionen frühzeitig festzustellen, werden derzeit unter den Mitarbeitern der betroffenen Kliniken und der sonstigen Einrichtungen regelmäßig, teilweise sogar täglich, PoC-Antigentests (Schnelltests) durchgeführt. Kurze Testabstände sind notwendig, da ein PoC-Antigentest bei einer geringen Virenlast, wie das häufig in einem frühen Stadium der COVID-19-Erkrankung der Fall ist, nicht reagiert. Einen Tag später kann das schon ganz anders sein. Aus diesem Grund sind regelmäßige Tests in kurzen Abständen entscheidend, um das  Risiko von Einträgen in Einrichtungen so gering wie möglich zu halten. Nach einem positiven Schnelltestergebnis wird dieses dann mittels eines PCR-Tests, der noch aussagekräftiger ist, nochmals überprüft. Mit diesem Konzept einer hohen Testdichte können mehr COVID-19-Fälle entdeckt werden, die sonst bei Symptomfreiheit unerkannt geblieben wären, was in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen fatale Folgen haben kann. 

Vor diesem Hintergrund ist auch die vom Landkreis am Wochenende veröffentlichte Allgemeinverfügung über weitere Schutzmaßnahmen zur Absenkung des Infektionsgeschehens (Coronavirus SARS-CoV-2) zu sehen. Ziel der Maßnahme ist es, in allen stationären und teilstationären Pflegeinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten der aktuellen Pandemiesituation angepasste Testkonzepte verbindlich vorzuschreiben, die – neben einem Besucherkonzept – auch entsprechend umzusetzen sind. 

Mobile Impfteams weiter im Zeitplan 

Eine dringende, weil äußerst wichtige Maßnahme, ist das frühzeitige und schnelle Impfen gegen COVID-19 in stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Seit fast einer Woche – und damit noch vor dem geplanten Start des Impfzentrums in Kyritz Anfang Februar – sind drei mobile Impfteams des DRK gemeinsam mit Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg im Einsatz, um gefährdete ältere Menschen und Mitarbeitende der Einrichtungen mit Impfstoff zu versorgen. Insgesamt wurden bislang mehr als 800 Menschen geimpft. Wie das DRK dem Landkreis mitteilt, haben inzwischen alle betroffenen Personen von stationären Einrichtungen im Altkreis Kyritz ihre erste Impfung erhalten. In Bereich Wittstock wurde mit Impfmaßnahmen  durch die mobilen Teams begonnen, hier sollen im Lauf der kommenden Woche alle Einrichtungen verso

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